Spinnsession: Zukunftsthesen für Unternehmen

Alexandra Schlierf-Zühlcke
Zukunft der Weiterbildung
Alexandra Zühlcke Spinsession
Foto: DANA ARZANI

Gemeinsam mit den Teilnehmern diskutieren wir in dem interaktiven Format SPINNSESSION die Zukunftsthesen für Unternehmen, Mitarbeiter sowie für Weiterbildungsanbieter.

In dem heutigen Beitrag betrachten wir die Ergebnisse für Unternehmen, wir haben den Fokus dabei auf Chancen und Herausforderungen gelegt.

Chancen von Unternehmen für Trend New Work

Effizientere Arbeitsabläufe werden durch digitalisierte Abläufe unterstützt. Dank der Vernetzung mittels Einsatzes von neuen Technologien ermöglicht es Unternehmen, ihre Mitarbeiter eine höhere Eigenverantwortung zu übertragen. Dennoch spielt auch die Nachvollziehbarkeit bei den täglich anfallenden Aufgaben eine wichtige Rolle.

Bei freier Zeiteinteilung im Home-Office erfolgt auch projektübergreifend bestmögliche Vernetzung und fördert die kollaborative und kreative Zusammenarbeit. Als Chance zeigte sich dabei, dass jeder Mitarbeiter arbeitet, wie er kann und das Unternehmen vorhandene Potentiale entsprechend nutzt. Dies setzt jedoch auch voraus, dass man sich von bestehenden Strukturen löst.

Eine virtuellen „Kaffeeküche“ als Begegnungsort wurde als äußert wichtig angesehen.

Kritisch hinterfragt wurden bei der Diskussion zum Trend New Work auch Themen wie Zeitkontrolle ggf. Kontrollverlust und Durchbrechen von Führungskräftehierarchien.

Gig-Working als Herausforderung für Unternehmen

Definition: in diesem Arbeitskonzept werden den Beschäftigten kleine, zeitlich befristete Aufträge über bestimmte Onlineplattformen übermittelt (entstanden ist Gig-Working 2008 im Zuge der Weltwirtschaftskrise). Unter den Gig-Workern fallen unabhängige Selbstständige, Freiberufler oder geringfügig Beschäftigte.

Die größten Chancen für Unternehmen bestehen in der Vielfältigkeit sowie Flexibilität. Keine Kapitalbindung sowie Kostenreduzierung sind zu verzeichnen. Durch neue Impulse von externen Anbietern werden Dienstleistungen und „Talente“ eingekauft – wobei sich hier die Frage stellte, ob in diesem Bereich eine Art Ausbeutung stattfindet.

Folgende Herausforderungen kristallisierten sich heraus:

  • Mehraufwand durch Recherche
  • auf welcher Plattform finden Unternehmen den richtigen Dienstleister
  • es findet keine Entwicklung von Mitarbeitern statt – was machen dann die Personalentwickler im Unternehmen?

Steigt die Anzahl der Silver Society in Unternehmen?

Das Einbinden von älteren, erfahrenen Mitarbeitern in den Unternehmensalltag zieht die Silver Society vom sozialen Abstellgleis zurück ins Geschehen. Von den Stärken des Alters wie Erfahrung, Gelassenheit und Wertebewusstsein profitieren Unternehmen. Dabei sollte ein Unternehmen Incentive-Maßnahmen in Hinblick auf Urlaubstage und Weiterbildungsprogramme, Arbeitsplatzgestaltung sowie neue Arbeitszeitmodelle aktiv angehen. Sind diese Weichen gestellt, können alle Mitarbeiter unterschiedlichsten Alters voneinander lernen (Mentor/Coach bzw. Ideengeber), ihren Erfahrungsschatz austauschen und altersübergreifende Projektarbeit integrieren. Als Herausforderung wird sich die Unterschiedlichkeit der Generationen zeigen, wobei ein Konfliktmanagement bereits die Lösung wäre.

Zusammenfassung

Wenn wir nun Handlungsempfehlungen aus den drei Trends New Work, Gig-Working und Silver Society ableiten, so können wir folgende Punkte festhalten:

  • Mindset (im Sinne von: gemeinsame Denkweise entwickeln)
  • eine Bindung ans Unternehmen gewährleisten
  • eine kommunikative Kultur etablieren und leben – „Kaffeeküche“
  • Wissensmanagement aktiv aufbauen, kultivieren und mit Inhalten füllen

Weiterbildung als Teil der Unternehmenskultur

Weiterbildung ist ein wichtiger Hebel für die künftige Gestaltung der Arbeitswelt. Wer sich Gedanken zur Unternehmenskultur macht, sollte unbedingt auch einen Blick “Zukunft der Weiterbildung” werfen. Welche Chancen und Perspektiven gibt es? Und wie packt man sie richtig an?

Lesen Sie hier mehr über die Reihe „Spinnsession“:

Autorenbild Alexandra Schlierf Zühlcke

Autorin: Alexandra Schlierf-Zühlcke

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